Tourette-Syndrom

von ihm, dem einzel-gänger
durch meine strasse
entbinden sich nicht
wort-monströsitäten.

die neuronale anspannung
klappt ihm das maul
auf, nach oben schnappt
er ein paarmal lautlos,
ein einsamer fisch
in den wassern
dieser stadt.

dann der schrei…, dreimal
viermal, fünfmal.
ein schrei mit löwenkraft
guttural UND tiefbäuchig
ein langer schornsteinweg
von vibrations-explosionen
bis die erregung
zu rauch wird.

in ruhigen wochen-ab-schnitten
vermisse ich seine entladungen
selten, versäume nur
an - für mich dunklen -
wilden tagen nie
mit den ohren
auf ihn zu warten.

schreit er DANN,
häng ich an seinem
schallwellendruck-strudel
und lasse das schwarze
loch in mir los.