Gemeinsame Jahreszeiten

Ich trage den Namen
des Frühlings und baue
unter dem runden Himmel
gemeinsamer Jahreszeiten
ein Gehäuse für
das blaue Flüstern
deiner Stimme
das übrig bleibt.

Der grüne Sommer
ist so leis` geworden,
das Land hält seinen Atem an.
Du bleibst bei uns.
Durch Gassen stürzt
der Wind
und leise kommt
die weiße Nacht gezogen.

Die Dunkelwörter
nehm` ich dir und siehe:
Wasser umfließen
die schönen Spiele
der Fische.

Der Mond zeugte
eine dunkle Liebe
eines wilden Geschlechts
dem auf goldenen Rädern
der Tag davon rauscht.

Entkleidet von der
Geduld und dem Schweigen
deiner Kindheit
stehst du in mir.
Es ist schön, mit dir jetzt
in der Sonne zu gehen,
an den gelben Mauern
des Sommers hin.

Leise klingen die Schritte
im Gras, der Sohn des Pan
schläft im grauen Marmor
deines Traums.
Auch mir ist er verwandt.

Wenn es Herbst
geworden ist
begegnen wir uns
mit Hirten und weißen Sternen.
In kahlen Gezweigen
feiert der Himmel
Abschied.

Den Gesang
einer gefangenen Amsel
hast du hergegeben
im Winter
deines Beginns.
Deine Beine klirren
wie blaues Eis
während du durch
meine Gedanken gehst.