Das Lichte Haus der Seele

I.

Sehe ich den Tanz
der Häuser
gehe ich in mir
spazieren.

Die Freude kitzelt
meine Fußsohlen.
Das sehnsüchtige
Flimmern alter Tage

hatte ich fast
vergessen.
An hellen Häusern
vorbeigehend

über tanzende
Häuser staunend,
weiß ich um
die uralte Neigung

nach einem Ort
zu suchen,
wo ich zuhause
bin. In mir ist

dieser Ort, wiegen
sich Farben, läuft
das Licht auf
eine Spur zu.

In mir konnte ich
Heimat erwecken
die den Namen
hat:

Angekommen sein.

II.

Häuser, Lebenstanz,
Heimat und zuhause,
all diese Häute
die ich um mich
legte, mir
einen Mantel
der Zugehörigkeit
webend, waren
mein Schutzraum.

All diese Häute,
diese weiten Räume
verpufften
wie fahle Illusionen
wenn eine Kälte
kam, die stärker
war als ich.

Es blieb der Tanz.
Die Verwandlung.
Das Licht!

Gehe ich in mir
spazieren, sehe ich
das Haus meiner
Sehnsucht.
Weiß ist es,
dieses Haus,
gleißend weiß.

Die Fenster
sind groß.
Das sehnsüchtige
Flimmern alter Tage
ist zu wehenden
Gardinen geworden.

Sie zeigen wie
Fahnen meine Freude an.
Heitere Sonnenflecken
schmücken den Boden,
Klänge, die zart sind,
füllen die Räume.

Sehe ich den Tanz
der Häuser, spüre ich
mein Angekommen sein.

Tanzende Hauser

"Tanzende Häuser" © Egbert und Evelyn Buchberger (galerie-buchberger.de)

139 Tanzende Hauser

"139 Tanzende Häuser" © Egbert und Evelyn Buchberger (galerie-buchberger.de)