Jannis Ritsos

Lebensdaten

1909 – 1990
Griechischer Schriftsteller, Lyriker

1. Weltkrieg

Ritsos lebte in dieser Zeit als Kind einer verarmten Adelsfamilie in Monemvasia (Peloponnes) und begann mit 8 Jahren seine ersten Gedichte zu schreiben. Durch den 1. Weltkrieg, die Agrarreform und die Spielsucht seines Vaters verarmte die Familie. Mutter und Bruder starben 1921, die Schwester und der Vater kamen in den 30er Jahren in eine Nervenanstalt. Ritsos war Kommunist, 1930 Bücherverbrennung (3 seiner Lyrikbände), 1948-1952 wurde er verbannt. 1967 wiederum in der Junta-Zeit verhaftet. Mikis Theodorakis vertonte seine neugriechische Lyrik und begründete damit das zeitgenössische Volkslied Griechenlands. (1)

Mein Erstkontakt

In der sogenannten schwarzen Reihe vom Verlag Volk und Welt Berlin wurde 1985 der Band „Was für seltsame Dinge“ veröffentlicht. Darin geht es um viele Alltagsdinge, um Kindheitserinnerungen, die Ritsos mit einer unglaublich phantasievollen Literatursprache beschreibt.

Ballade

"Der nasse Sommer 2011, eine letzte Zugfahrt, ein Buch von Jannis Ritsos und die Begegnung mit dem Tod“

Während einer Zugfahrt Rostock-Hamburg saß ich, wie in der Ballade beschrieben wird, mit einer alten Frau und deren Tochter in einem komplett überfüllten Waggon, versuchte im Buch von Ritsos zu lesen, was durch laute und stereotype Äußerungen der Alten verhindert wurde. Es ging um den Tod. Bei der Alten, bei Ritsos. Ich musste SOFORT diese Ballade schreiben, im Zug begann ich noch und schrieb sie zu Hause „in einem Rutsch runter“.

(1) Quelle: Wikipedia